Doris Tucholka-Petersen
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Gerade Zähne – dafür Rückenschmerzen?

Wie Drähte an den Zähnen sich auf den Bewegungsapparat auswirken können.

Immer wieder kommen besonders auch junge Patienten mit scheinbar unerklärlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen in der Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäule oder Kopfschmerzen in die physiotherapeutische Praxis. Häufig beschreiben sie auch Spannungsschmerzen zwischen den Schulterblättern und der Wirbelsäule oder Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Und wissen nicht so recht, woher diese Probleme kommen könnten.

Nicht selten wundern sich Patienten über Schmerzen im Knie, obwohl sie dort gar keine Verletzung hatten und der Schmerz wie aus dem Nichts auftaucht. Viele denken zunächst häufig, man könnte sich beim Sport überlastet haben oder die Probleme kämen vom vielen Sitzen am Schreibtisch. Diese Faktoren können tatsächlich Auslöser der Beschwerden sein, wenn das Stressniveau im Nervensystem zu groß wird.

Die eigentliche Ursache liegt aber oft ganz woanders.

Zahnspangen sind häufig der Grund für Spannungen. Inzwischen frage ich Patienten mit der beschriebenen Problematik bereits in der Anamnese, ob in der Vergangenheit eine kieferorthopädische Behandlung stattgefunden hat und ob danach „Drähte“ (Retainer) hinter den Schneidezähnen, im Ober- oder Unterkiefer von Eckzahn zu Eckzahn, befestigt wurden.

Die Retainer dienen dazu, das Behandlungsergebnis der korrigierten Zahnstellung zu erhalten. Sie sollen verhindern, dass die Zähne sich wieder zurück schieben. Neben dem optischen Erscheinungsbild einer geraden Zahnreihe können diese Retainer aber auch Probleme bereiten. Denn sie erzeugen Spannungen im Kiefer, in den Schädelnähten (Suturen) am Kopf und der Dura Mater (harte äußere Hirnhaut), einer wichtigen Struktur zwischen Gehirn und Schädelknochen. Im schlimmsten Fall können sich diese Spannungen über den Körper ausbreiten und die Struktur empfindlich beeinträchtigen. Dies führt, wie eingangs geschildert, zu Schmerzen und Verspannungen im Bewegungsapparat.

(Quelle: Gesundheit Aktuell, DÄGAK, Ausg. 2/17)